Soziales und nachhaltiges Wohnen / Bauen


Messel besticht durch seine einmalige Lage: inmitten der Natur, jeweils Luftlinie 5km entfernt zu umliegenden Gemeinden und Städten, separiert durch Wälder, aber trotzdem mittendrin im Ballungsgebiet Rhein Main. 

 

Messel besitzt weiterhin ein einzigartiges UNESCO Welterbe, die Grube Messel. Dieses jahrzehntelang lediglich wirtschaftlich genutzte und vom Land Hessen vernachlässigte Naturerbe wurde überhaupt erst durch engagierte Messeler Bürger für die Wissenschaft erhalten. Wir als Bürger Messels können stolz darauf sein, dass das Weltnaturerbe bewahrt wurde.


Wir als Bewohner profitieren von der Natur um uns herum und der Wirtschaftskraft des Großraums. Um diese eigentlich traumhafte Ausgangslage zu bewahren, sollten wir die Attraktivität als Wohnort den sich verändernden Anforderungen anpassen, ohne die Lebensgrundlage aus dem Blick zu verlieren. 


Die engen räumlichen aber auch finanziellen Grenzen erfordern ein achtsamen Umgang mit diesen Ressourcen. Im jetzt zur Verabschiedung stehenden neuen Regionalplan Südhessen spielt die Natur und deren Erhaltung aus klimatischen Gründen und zum Zwecke der Erholung leider keine herausgehobene Rolle mehr. Sie wird als "gegeben" dargestellt. Trotzdem gilt, dass jegliche Freigabe neuer Bauflächen in Messel direkt zu Lasten der umliegenden Natur geht. Die "Grünen" Messel sprechen sich deshalb ausdrücklich für eine "Nachverdichtung" der bebauten Fläche aus. Hierbei sind die aus unserer Sicht besonderen Plätze, wie die "Grüne Mitte" als Ort der Begegnung und Zerstreuung sowie der alte Ortskern in seiner ensemblegeschützten Anlage zu erhalten und in der Bedeutung durch eine zukünftige Gesamt-Ortsplanung zu stärken. Gleichzeitig ist uns wichtig die Belange des Ortsteils Grube Messel ebenfalls zu vertreten, mit ihren ganz eigenen Themen wie Lärm, Verkehr und Anbindung an die Nahversorgung.


Für zukünftige Wohnbebauung hat die Landesregierung mit dem neuen Regionalplan Südhessen die städtebauliche Dichtewerte auf 35WE/ha nochmal verschärft. Die zur Verfügung stehende Fläche ist auf ca. 7ha begrenzt, mit einem Schwerpunkt auf dem Süden Messels, anschliessend an den "Wentzenrod". Bei diesen neu zu planenden Flächen setzen wir uns aus sozialen und ökologischen Gründen für eine bevorzugte Bebauung mit Mehrfamilienhäusern ein. Nur dieser Bautyp ermöglicht kostenreduziertes Bauen unter Beibehaltung hoher (auch ökologischer!) Standards sowie die Bereitstellung unterschiedlicher Wohnungsgrössen. Es fehlt mit Hinblick auf dem sich vollziehenden demografischen Wandel gerade an kleineren Wohneinheiten für Singles und kleinen Familien sowie Wohnungen, die ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter ermöglichen. Wir möchten Initiativen fördern, die hier ansetzen und nachhaltig ein lebenswertes Messel bewahren wollen.